Frankfurt-Premiere WERWOLFKOMMANDOS

20. Oktober 2022 in den Landungsbrücken. Weitere Termine: 22., 23. Oktober, 03., 04. November. Infos und Reservierungen

Presse

Deutschlandfunk Kultur, Marie Schwesinger im Gespräch mit Julius Stucke am 25. August 2022

Ab Minute 46:06 am 30. August 2022 Kunstfest Weimar und Werwolfkommandos Diskurs im ZDF Mittagsmagazin.

Deutschlandfunk Kultur, ab Minute 27:30, 30. August 2022

dpa/Süddeutsche Zeitung am 10. September 2022: Rechter Terror vor Gericht: „Werwolfkommandos“

„Plays of Helplessness, and Hope, as the Planet Burns. New works by major German-language dramatists at the Kunstfest Weimar festival tackle ethical questions at a moment of environmental anxiety.“ The New York Times, 15. September 2022 (Paywall) und print in der International Edition: Wochenendausgabe 17.-18. September 2022, Seite 19.

Frankfurt am Main tanzt im Frankfurt LAB

Im Programm des ganztägigen Tanzfestes am 17. September 2022, das aufgrund des regnerischen Wetters vom Licht- und Luftbad Frankfurt-Niederrad ins Frankfurt LAB verlegt wurde, gibt es tolle Stücke zum Anschauen für jedes Alter und jede Menge Workshop-Angebote zum Mittanzen, auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Alle Infos zu „Frankfurt tanzt“ auf der Homepage des Veranstalters: ID_Tanzhaus Frankfurt Rhein-Main

Mein Part: Mit-Organisation als Teil des Leitungsteams und Produktionsleiterin des ID_Tanzhaus Frankfurt Rhein-Main.

Produktionsleitung WERWOLFKOMMANDOS

Eine sehr gute neue Erfahrung: Co-Produktionsleitung mit einer tollen Kollegin.

Schon Monate damit beschäftigt, mal mehr, mal weniger, und nun ist die Uraufführungsankündigung online.

Thema: Rechter Terror vor Gericht. Details in den Links.

Kunstfest Weimar: Performance

Kunstfest Weimar: Diskursprogramm

Foto: Dörthe Krohn

Frankfurt-Premiere in den Landungsbrücken: 20. Oktober, weitere Termine: 22., 23. Oktober, 3. und 4. November 2022.

Ich lasse jetzt los…

Heute wurde es besiegelt. Deine Küche wird es nicht geben.

Zweieinhalb Jahre habe ich an meinem Gründungsvorhaben gearbeitet, mit Unterstützung vom Kompass Existenzgründungszentrum einen sachkundigen Businessplan geschmiedet, den Banken gelobt haben. Allein der Textteil (mit Pandemie-Notfallmanagement) umfasst über 50 Seiten. Wunderbare Menschen haben an meinen Plan geglaubt und mich unterstützt, wofür ich sehr dankbar bin. Und da die KFW-Bank tatsächlich Kredite dafür bereitstellte, ist das schon ein Beleg dafür, dass das Ganze Hand und Fuß hatte. Ein Cateringvorhaben finanzieren zu wollen – während Corona – das war nicht selbstverständlich.
Liebe alle wundervolle Menschen, die ich jetzt noch nicht persönlich gesprochen habe, Institutionen, bei denen ich noch nicht vorgesprochen habe – das kommt alles noch. Der Abschied von meinem nachhaltigen Catering Deine Küche braucht Verarbeitungszeit und das Loslassen passiert Schritt für Schritt.

Am Ende stimmte das Timing nicht mehr. Die längste Zeit suchte ich nach einer Großküche, in die ich nicht noch Tausende Euros Sanierungskosten stecken müsste, um eine EU-Zulassung dafür zu bekommen. Zwei Jahre heftete ich mich an meine Traumküche, mit so viel Hoffnung und Rückschlägen, dass es manchmal kaum auszuhalten war. Über diverse Kanäle eruierte ich Alternativen: Makler, Netzwerke wie den Frankfurter Ernährungsrat, sämtliche Wirtschaftsförderungen im Rhein-Main-Gebiet, Lebensmittelkontrolleure des Gesundheitsamtes, Gastrotechniker, Lieferanten für die Gemeinschaftsverpflegung, DEHOGA, Internetanzeigen etc. Sogar die Stadt Wiesbaden prüfte ihre Möglichkeiten in einer Schulküche, denn tatsächlich ist der Bedarf an Kita- und Schul-Caterern da! Freundlich erwähnen, auch wenn es am Ende nichts wurde, weil der Umbau deutlich zu teuer gewesen wäre, möchte ich die Evangelische Hochschule Darmstadt. Dort haben sich Entscheider sehr um eine Ermöglichung bemüht, denn sie sahen das Potenzial des Konzepts.

Es endet in Kürze die Abruffrist für die Kredite. Auch wenn das Marketing in den Startlöchern steht und die Vorverhandlungen für die Programmierung des Bestellsystems fortgeschritten waren, lässt sich ein so komplexes Vorhaben samt Akquise, Beschaffung von Geräten, Umbaumaßnahmen, die ganzen administrativen Vorbereitungen, Genehmigungen etc. etc. nicht in wenigen Wochen bewerkstelligen. Schon gar nicht ohne einen Mietvertrag. 😉

Weitere Erschwernisse kommen seit Beantragung der Kredite hinzu:
1) Angespannte Personalsituation im Bereich Gastronomie, auch wenn laut Statistischem Bundesamt Caterer und Verpflegungsdienstleister in puncto Personal vergleichsweise am besten bislang durch die Krise gekommen seien. (Pressemitteilung Nr. N 001 vom 14. Januar 2022: Corona-Krise: Zahl der Beschäftigten in der Gastronomie geht deutlich zurück)
2) Gestiegene Lebensmittelpreise, weshalb Caterer landauf, landab höhere Zuschüsse von Kommunen fordern. Bsp.: Hamburg: Bislang bezahlen die gut 200.000 Schülerinnen und Schüler für ein Mittagessen an den Schulen 4 Euro, ab August 4,15 Euro. Nach Angaben der IHC (Initiative Hamburger Caterer), die rund 70 Prozent der Schulen versorgt, sind jedoch 4,50 Euro pro Essen nötig, um die extremen Preissteigerungen abzufedern. (in: NDR, 17.6.22: Steigende Preise: Hamburgs Schul-Caterer fordern Ausgleich) oder Berlin/Brandenburg: «Die Einkaufspreise sind in den vergangenen Monaten um 20 bis 35 Prozent gestiegen. Das war beim Abschluss der Ausschreibungen überhaupt nicht vorhersehbar gewesen», sagte Ralf Blauert, Vorsitzender des Verbands Deutscher Schul- und Kita-Caterer, der Deutschen Presse-Agentur. (in: Zeit online, 22.6.22: Schul- und Kitaessen: Anbieter wollen Preise nachverhandeln). Diese Probleme berichteten mir auch Expert*innen für Kita- und Schulcatering im Rhein-Main-Gebiet.
3) Gestiegene Energiepreise und mögliche Engpässe. Die Entwicklung ist aufgrund des Ukraine-Krieges kaum vorhersehbar.
4) Lokale und regionale Dürre und Hitze: Da das Catering Deine Küche vor allem mit lokaler und regionaler Landwirtschaft als Direktlieferanten zusammenarbeiten wollte, ist es auch abhängig von den lokalen und regionalen Erträgen und landwirtschaftlichen Entwicklungen.
5) Wieder ansteigende Corona-Zahlen, bei denen die Politik nicht ausschließen möchte, auch wieder Kitas und Schulen zu schließen. Konzeptionell war mein Plan, etwa nach einem Jahr auch Senior*innen zu bekochen. Aufgrund der Entwicklungen hätte ich von Anbeginn diese Zielgruppe mit erschließen müssen.

Wäre ich bereits am Markt, bin ich sicher, dass ich die Schwierigkeiten zusammen mit einem großartigen Team, das Deine Küche gewesen wäre, gemeistert hätte. Als Start-up mit einem vergleichsweise kleinen Startkapital gibt es jedoch keine Spielräume für so viele Unwägbarkeiten.

Ziemlich viel Geld habe ich aus eigenen Mitteln investiert. Nebenbei habe ich voll gearbeitet, denn sonst wäre das finanziell kaum möglich gewesen. Mit dem Geld und der Zeit für Deine Küche hätte ich eine Weltreise machen können. Sogar einen Lieblingsjob habe ich dafür aufgegeben, weil zwischendurch alles zum Greifen nahe schien. Wer weiß, vor was ich jetzt beschützt werde. Sehr viel durfte ich lernen und ich habe es versucht! Ich hätte nicht damit leben können, es nicht versucht zu haben. „In Gründung“ sein gehört für mich zu den besten Gefühlen, die das Leben zu bieten hat. Noch toller wäre es gewesen, Inhaberin eines Caterings zu sein, das kein Greenwashing betreibt, sondern eine klimaverträgliche und gesunde Gemeinschaftsverpflegung gestaltet.

Ich sage ein riesengroßes DANKESCHÖN an alle, die beteiligt waren, mitgedacht und mitgefiebert haben, die Daumen gedrückt, vor allem auch schon konkrete Arbeit geleistet haben.
Das Logo habt ihr schon oben gesehen… den Flyer lasse ich euch noch hier… von der wundervollen Lene Husch gezeichnet.

Die Marke ist geschützt.

My story is involved

DAS ERBE – Schon cool, was da so möglich ist! von Meret Kiderlen am 23., 25. und 26. Juni 2022 im studioNAXOS. Hierbei ist meine Geschichte nicht direkt zu sehen, sondern Teil der Hintergrundinformation. Mehr Infos

(Made Festival in Gießen, Foto: Sonja Lehnert)

MUTTERWERK von Anna Renner vom 4. – 6. Juni 2022 beim Made Festival im KiZ – Kultur im Zentrum in Gießen. Auch in Kassel und Darmstadt zu sehen.

MUTTERWERK von Anna Renner am 11., 12. und 13. März 2022 im studioNAXOS in der Naxoshalle Frankfurt am Main. Mehr Infos

Berufliches 2021

Foto: Dörthe Krohn

2021 habe ich im Rahmen meiner studioNAXOS-Tätigkeit als Produktionsleiterin und Zuständige für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 23 Performance-Produktionen betreut sowie bei 10 weiteren großen und kleinen künstlerischen Projekten auf NAXOS und andernorts mitgewirkt.

2021 im studioNAXOS gezeigte Neuproduktionen:
LIVE in ZOOM: Die Perser von Philipp Scholtysik, Premiere 4. Februar
STREAM: The Fraternity von Emmilou Rößling, Frankfurt-Premiere 26. Februar
STREAM: wearing haevy boots von HELLA LUX, Premiere 12. März
LIVE-STREAM: Good Advice von Kim Willems, Premiere 5. April
STREAM: Hineni von Gal Fefferman, Premiere 9. April
Audio-Walk: Der Rache nicht vom KOLLEKTIV WIDERHALL, Premiere 29. April
STREAM: Annäherung an die Zärtlichkeit von DORFPRODUCT, Premiere 21. Mai
STREAM: Mimicreatures von Lisa Horvath, Premiere 4. Juni
STREAM: Project.Fail von Alice Nogueira und Ana Clara Montenegro, Premiere 7. Juni
THEATERFILM: Erfolg II: Otto – Wer reinkommt, ist drin von ELEGANZ AUS REFLEX, Premiere 25. Juni

Im Rahmen der Frankfurter Sumpffestspiele (16. Juli bis 8. August), nun wieder live vor Publikum in der Naxoshalle:
The great swamp – große Halleninstallation von Jacob Bussmann, Rahel Kesselring, Friederike Thielmann, Ina Vera
In Grund und Boden von Friederike Thielmann, Premiere 16. Juli
Virtual Reality 1:1-Performance Artist Talk von Stange Produktionen, Premiere 17. Juli
Tie me knot von DORFPRODUCT, Premiere 23. Juli
6,5 Heldentode von Hanna Steinmair, Premiere 29. Juli
Temporal Object #3: Future Technology von Luis Garay, Premiere 30. Juli
Panic Noon von Jacob Bussmann, Premiere 31. Juli
Research on unstable ground von ScriptedReality, Live Action Role Play (LARP) & Reading Group 7. August, Ausstellung 13. November
hinzu diverse Installationen, u.a.: ŻABA – ein Soundarchiv von Laila Gerhardt, ENDLAGER von Maylin Habig

WALK: Daydreaming the Archive von Diana de Fex, Premiere 15. Oktober
Extreme Love im Wohnzimmer am Ende der Welt von neco_nart, Premiere 12. November
Erfolg III: Siegbert – Das Volk sieht nichts von ELEGANZ AUS REFLEX, Premiere 26. November

Wiederaufnahme und Gastspiel:
Good Night von Stange Produktionen, 29. Oktober
Chöre des Spekulativen von Sebastian Blasius, 4. Dezember

Projekte 2021 im Rahmen von studioNAXOS:
Organisation und Koordination, Schnittstelle Künstler*innen – Spielstätte – flausen+headquarters: Residenzen (#TakeCare), Künstlerische Leitung Simon Möllendorf
Produktion und PR: Frankfurter Sumpffestspiele, Künstlerische Leitung Simon Möllendorf
Produktion und PR: Naturtheater NAXOS (#TakePlace), Künstlerische Leitung Jakob Engel
Produktion und PR: Show up! (#TakePart), Künstlerische Leitung Philipp Scholtysik

Externe Projekte 2021:
PR: SECRET FEMINIST SURVIVAL BLOG von Johanne Schröder und Florence Ruckstuhl (DAEDALUS COMPANY)
Eigenes Projekt: Fünf Filme (im Rahmen eines Projektstipendiums des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst) über Stücke oder Produktionsgruppen, z.B. zu Die Perser von Philipp Scholtysik; Gesprächswerkstatt zu Erfolg I: Johanna – Geboren, um Liebe zu geben?, über DORFPRODUCT u.a.
Produktion: Tie me knot von DORFPRODUCT, Regie Simon Möllendorf
Produktion: Der Rache nicht vom KOLLEKTIV WIDERHALL, Regie Marie Schwesinger
Interviewpartnerin: Mutterwerk von Anna Renner (Premiere geplant Frühjahr 2022)
Eigenes Projekt: Barrierefreies Theater, Brückenstipendium der Hessischen Kulturstiftung

Barrierefreies Theater

Als freiberuflich tätige PR-Fachfrau mit Schwerpunkt Theater treibt mich seit geraumer Zeit die Frage um, wie es mir gelingen kann, Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen für einen Theaterbesuch zu interessieren. Bauliche Voraussetzungen sind sicherlich Gründe für Hürden und hier kann ich nur bedingt Einfluss nehmen. Aber bei der Publikumsansprache kommt meine Rolle ins Spiel. Schließlich auch als Vermittlerin zu den jeweiligen Produktionen, die sich einlassen müssen auf eine Auseinandersetzung, inwiefern ein Stück z.B. für Blinde oder Hörgeschädigte erlebbar werden kann. D.h. Abbau von Berührungsbedenken auf Seiten des Publikums ebenso wie auf Seiten der Künstler*innen, die sich künstlerisch damit auseinandersetzen müssen, ob und inwiefern sich ein Stück verändert, wenn es „barrierefrei“ sein will.

Ein gutes Beispiel sind Performances, die teils bewusst auf Sprache verzichten oder gleichzeitig mehrere Aktionsebenen haben: es passiert etwas auf einer Leinwand, während Performer*innen dies oder jenes im Raum tun, Geräusche setzen ein… Ist z.B. eine Audiodeskription dann nicht immer auch schon eine Interpretation?

Außerdem sind inklusive Medien, barrierefreies Social Media etc. Themen der Interviews, die ich mit unterschiedlichen Akteur*innen führe. Barrierefreies Theater ist so gesehen weit mehr als das Schaffen technischer Voraussetzungen. Es ist vor allem ein Austausch über diverse Wahrnehmungs-, Rezeptionsweisen, Erlebnisse und Erfahrungen.

Naturtheater

Unter einem „Naturtheater“ wird ja in der Regel eine Freilichtbühne verstanden, die im Wald oder auf der Wiese steht. Ein Naturtheater in einer ehemaligen Industriehalle inmitten der Stadt… hat sich sicher mehr vorgenommen, als „nur“ ein Veranstaltungsort zu sein. Hier gibt es dazu einen ausführlichen Artikel: „Nachhaltige Zukunft für eine Ruine“, wenngleich ich die Frankfurter Naxoshalle nicht als Ruine ansehe. Und was ist meine Rolle dabei? Produktionsleitung. Am 29., 30. und 31. Oktober 2021 von 18.00 bis 19.30 Uhr kann man sich den „nachhaltigen“ Theater-Pavillon und ein Modell des „Naturtheater Naxos“ anschauen. Inhaltlich war ich nicht beteiligt, sonst hätte mein Augenmerk auf der Barrierefreiheit gelegen. Ich bin selbst gespannt, ob die Künstler*innen daran gedacht haben. Weitere Infos auf der studioNAXOS-Seite.

Foto: Dörthe Krohn